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Spalentor |
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m das Jahr 1200 wurde die zweite grosse Stadtbefestigung erbaut. Aus diesem Grund verschob
man den Spalenschwibbogen, ein Tor der alten, inneren Stadtmauer an den Ausgang des
Petersgraben.
Das aus drei zusammengefügten Türmen bestehende Spalentor, war das schönste der einst
sieben, zur neuen Stadtmauer gehörenden, Tore.
Beim Bau des Tores wurde sehr hohen Wert auf das Erscheinungsbild gelegt, da dieses in
Richtung Elsass, dem einst wichtigsten Handelspartner der Stadt, schaute. Die Überdachung
besteht aus farbigen, glasierten Ziegeln. Der Hauptturm ist quadratisch, die Nebentürme
sind rund.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Spalentor durch ein Vortor verbreitert.
Das Tor besitzt zwei Arten von Fallgitter, die auch heute noch bewundert werden können.
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Basel durch die Stadtmauer geschützt. 1859 wurde ein
Gesetzt zur Erweiterung der Stadt erlassen, was zum Abtragen der Stadtmauer und zum
Auffüllen der Gräben führte. Drei Tore bestehen noch heute; das Spalentor, das
St. Johannstor, das St. Albantor. Teile der Stadtmauer sind ebenfalls noch vorhanden. Das
Spalentor diente zeitweise auch als Gefängnis.
An dem Tor (Stadtseite) befindet sich ein von Melchior Berri entworfener Briefkasten aus
der Zeit des kantonalen Postwesens. Gleichzeitig wurde eine heute äusserst wertvolle
Briefmarke ("Basler Dybli"= Basler Täubchen) mit gleichem Design entworfen. Das Basler
Dybli ist die erste mehrfarbige gedruckte und im Prägedruck hergestellte Briefmarke der
Welt.
Innenbesichtigungen des Spalentor sind möglich. Feuerwache, Kornhausgasse 18