Basler Fähren


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ie Idee zum Bau einer an einem Drahtseil hängenden Fähre hatte der Ratsherr Jakob im Hof ( 1815 - 1900), der 25 Jahre Leiter des Kunstvereins in Basel war. Die erste Fähre, die den Namen "Rheinmücke" trug, wurde von Ende 1854 bis 1877 zwischen dem Harzgraben und dem Waisenhaus betrieben, dem jetzigen Standort der Wettsteinbrücke. 1862 baute man eine 2. Fähre die den Totentanz mit der Kaserne verband. Da diese Fähren nicht nur einen grossen Gewinn brachten ( dieses Geld ermöglichte den Bau der 1872 eingeweihten Kunsthalle), sondern neben den damals wenigen Brücken auch die wichtigste Verbindung zwischen dem Klein - und Grossbasel darstellte, entschloss man sich zum Bau weiterer Fähren. 1877 wurde eine Fähre zwischen dem Münster und der Riehentorstrasse, 1894 eine zwischen dem St. Albanstor und dem Kinderspital und 1895 eine zwischen dem Schlachthaus und der Offenburgerstrasse gebaut. Bei der letzteren wurde der Betrieb ab 1934 jedoch eingestellt und erst wieder ab 1989 eröffnet.
In den ersten 100 Jahren benutzten fast 26 Mio. Fahrgäste die Basler Fähren. Da die Benennung der Fähren je nach Standort ( ob im Klein - oder Grossbasel) recht unterschiedlich ausfiel, schrieb der Kunstverein 1944 einen Wettbewerb zur Benennung der Fähren aus. Hunderte von Vorschlägen trafen bei ihnen ein, die Jury entschied sich für die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften.

So ergaben sich die folgenden Namen:
St. Albansfähre"Wide Maa"
Münsterfähre"Leu"
Klingentalfähre"Vogel Gryff"
Birsfelderfähre (1853 - 1950)"Ueli"
St. Johannsfähre (ab 1989)"Ueli"

Die geographische Bezeichnung ist jedoch dem Basler geläufiger. Trotz wiederholten politischen Vorstössen blieben die Fähren im Privatbesitz, die aber ab 1936 immer mehr den "Fähri"- Männern geschenkt wurden. Ab 1974 kümmert sich der "Verein der Freunde der Basler Fähren" um die vom Basler Stadtbild nicht mehr wegzudenkenden, schwimmenden Transportmittel. 1984 wurde eine ausrangierte "Vogel Gryff"- Fähre dem Luzerner Verkehrsmuseum überlassen.

Verfasst von Claude Furer